Donau-Radtour: von Passau nach Wien

18.06. bis 25.06.2002

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5. Tag: 22.06.2002, Sonntag (83,60 km, 4:36:04 h)
Wien I

Dank der Tatsache, daß mein Zelt im Schatten stand, war es drinnen recht angenehm, also lange schlafen (wobei "lange" etwa 9 Uhr bedeutet und nicht schon um 7 Uhr raus aus dem Zelt wegen Hitze). Am späten Vormittag bin ich dann mit dem Rad nach Wien gefahren, nach etwa 15 Kilometern entlang des Donaukanals war ich mittendrin. Und ohne das Gepäck fährt es sich auch um einiges einfacher.

Fernheizwerk Spittelau in Wien 9 gestaltet von Friedensreich Hundertwasser.

Das erste, das ins Auge fällt ist das Fernheizwerk, gestaltet von Friedensreich Hundertwasser [neues Fenster]

Wien ist per Fahrrad sehr gut zu erkunden. Es gibt überall Fahrradwege, auch gegen Einbahnstraßen und auf Busspuren darf gefahren werden.


Fernheizwerk Spittelau in Wien 9 gestaltet von Friedensreich Hundertwasser.

Als erstes bin ich im Prater [neues Fenster] gelandet und dort die "Hauptstraße" entlang gefahren. Endlos lang zieht sie sich hin, bevölkert von Menschenmassen. Im Volksprater habe ich einen Hotdog "gefrühstückt" und bin mit dem berühmten RiesenRad [neues Fenster] für total überteuerte € 7,50 gefahren.

Das RiesenRad im Volksprater.
Das RiesenRad im Volksprater.

Einmal rum, dann war's vorbei. Aber einen herrlichen Ausblick über die ganze Stadt hat man. Immerhin. Aber man ist ja im Urlaub.

Wien-Panorama vom RiesenRad aus.
Wien-Panorama vom RiesenRad aus.

Der Bahnhof "Wien Nord" aus der Vogelperspektive.
Der Bahnhof "Wien Nord" aus der Vogelperspektive.

Der Volksprater aus luftigen 64 Meter Höhe.

Nachdem ich das auch gemacht hatte ("I did it!") ruhte ich mich im Schatten der Bäume aus und beobachtete die Leute. Postkarten habe ich auch geschrieben.

Und schon ging es weiter auf dem Rad, quer durch Wien, zur Donauinsel [neues Fenster], die die Donau von der alten Donau trennt. Es war es wieder heiß geworden, zum Glück gab es einige Brunnen zum Erfrischen, doch irgenwann war auch das vorbei. Und um den Flüssigkeitsbedarf von mehreren Litern zu stillen mußte ich mir wohl oder übel teure Getränke am Kiosk kaufen, Sonntags ist selbst in Wien sonst nichts zu haben. Das kommt davon, wenn man seine Getränke am Zeltplatz läßt...


Der Volksprater aus luftigen 64 Meter Höhe.

Die Donauinsel nahm gar kein Ende, irgenwann habe ich dann eine Brücke gefunden und konnte die Insel wieder verlassen. Gelandet bin ich irgendwo in irgendeinem Bezirk weit außerhalb. Jetzt kam das zweite, das ich vergessen hatte: eine Stadtkarte. Ich wußte die grobe Richtung, in die ich fahren mußte, aber in Wien ist das so eine Sache mit den vielen verwinkelten Gassen und Wegen. Irgendwie habe ich es aber geschafft und bin in der Innenstadt (1. Bezirk) rausgekommen.

Dort habe ich (eher zufällig) den Stephansdom [neues Fenster] gefunden, ist eigentlich nicht zu übersehen. Zu sehen gab es den Dom an sich sowie eine Ausstellung verschiedener Devotionalien und Dombauerwerkzeuge aus vergangenen Epochen. Den Turm konnte man auch besteigen, 343 Stufen sind es bis oben. Der Ausblick war noch besser als beim RiesenRad, leider aber an einigen Seiten von Gerüsten beschränkt.

Der Domplatz vom Turm aus.
Der Domplatz vom Turm aus.

Bei der Weiterfahrt habe ich - wieder zufällig - ein Museum über Folter [neues Fenster] gefunden, das sogar noch aufhatte, dorthin habe ich einen kurzen Abstecher gemacht.

Mittlerweile war es schon spät geworden und ich mußte ja noch zum Zeltplatz finden. Das war wieder mal schwieriger als gedacht. Es galt herauszufinden, wo der Donaukanal [neues Fenster] verläuft. Als erstes bin ich nach Gefühl gefahren, aber anhand der steigenden Bezirksnummern merkte ich, daß irgendetwas nicht stimmen konnte. Also habe ich ein paar herumlaufende Touristen mit Karte gefragt und dann auch recht schnell den Kanal gefunden. Von hier aus war es einfach: immer flußaufwärts, dann kam ich automatisch am Campingplatz an, nach etwas weniger als einer Stunde Fahrt.

Hungrig und vor allem durstig stürzte ich mich in mein Zelt und leerte eine der vergessenen Wasserflaschen. Zu essen gab es mal wieder eine Nudelmahlzeit. So viel Auswahl bei Fertiggerichten gibt es gar nicht: Reis oder Nudeln. Da ich Reis nicht so mag, gibt es eben jeden Tag Nudeln, allerdings mit unterschiedlichen Soßen. Der Mensch lebt ja von der Abwechslung...

Als Nachbarn hatte ich zwei Jungs aus bei Stuttgart sowie einen alleinreisenden Schweizer. Wir haben uns lange unterhalten, bis nach Mitternacht.

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