Donau-Radtour: von Passau nach Wien

18.06. bis 25.06.2002

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Anreisetag: 18.06.2002 Dienstag
Mit den Zug nach Passau

Ich sitze im Zug von Frankfurt/Main [neues Fenster] nach Passau [neues Fenster] (bzw. Wien [neues Fenster], ich steige aber schon vorher aus).

Wäre mal was neues gewesen, wenn bisher alles geklappt hätte, wie es sollte. Hat es natürlich nicht, obwohl alles ganz normal wie geplant begann: pünktlich in letzter Minute bin ich mit Packen fertig geworden und ca. um 13:05h zum 10 Minuten entfernten Bahnhof gefahren, wo um 13:15h Abfahrt war. Soweit alles in Ordnung. Mir har sogar jemand geholfen, mein total überladenes Fahrrad in den Zug zu hiefen.

Doch dann kam es, wie es kommen mußte: der Zug fuhr nicht bis Frankfurt, wo ich umsteigen wollte, sondern nur bis Darmstadt [neues Fenster]. Toll! Also schnell raus, nächsten Zug nach Frankfurt gesucht und auch gefunden: Abfahrtszeit in drei Minuten einen Bahnsteig weiter. Auch kein Problem, wären da nicht diese extrem lahmen Aufzüge, die den Transport vereinfachen sollen. Zu Fuß wäre ich schneller gewesen. Naja, am Zielgleis oben angekommen stand unten der Zug noch. Schnell in den Aufzug. Als ich unten war, war der Zug weg! Weit und breit keine Spur! Und dabei mußte ich unbedingt den Anschlußzug in Frankfurt erreichen, dort hatte ich für teures Geld einen Fahrradplatz reserviert. Außerdem wollte ich noch vor Einbruch der Dunkelheit in Passau ankommen.

So eine Sch****! Laut Fahrplan fuhr eine S-Bahn Richtung Frankfurt, dort hätte ich dann 6 Minuten Zeit, um vom S-Bahnhof zum Gleis zu kommen.

Hat auch alles geklappt, ich war - trotz eines wiederum langsamen Aufzuges - pünktlich am Gleis, doch der Zug war nicht da. Hmm. Nochmal überprüfen, aber alles stimmte. Bis auf den ICE [neues Fenster], der da falsch rumstand. Ein kurzer Blick auf die Übersichtstafel brachte aber Klarheit: der ICE hatte Verspätung, mein Zug auch (Viertelstunde), alles gut. Vorübergehend.

Fahrrad im Zug. Noch ist es fast alleine.
Fahrrad im Zug. Noch ist es fast alleine.

Nun sitze ich hier schon seit 40 Minuten im Zug, links und rechts fahren Züge ein und aus, nur wir bewegen uns nicht. Scheint ein technisches Problem zu sein. Doch was ist das? Der Zug bewegt sich, es geht los. Und eigentlich ist alles wie immer!

Der Zug qualmt. Ob das so gut ist?

Würzburg [neues Fenster]. 45 Minuten zu spät. Es stinkt nach Gummi und Asbest. Die Lok (hinten am Zug) hat keine Verbindung zum Steuerwagen (vorne). Daher wird vorne gefahren und hinten geschoben. Ab und zu, wenn mal ein Signal kommt, gibt es eine Vollbremsung, weil vorne gebremst wird und hinten keiner was sieht. Komische Technik [neues Fenster] haben die bei der ÖBB [neues Fenster] (Österreichische Bundesbahn).

Eine Frau bei mir im Wagen hat ihr Getränk bei einer Vollbremsung über ihr schönes neues Sommerkleid geschüttet. Grade als sie alles wieder trocken hatte, kam die nächste Vollbremsung...

In 20 Minuten (oder 30?) geht es weiter. Es stinkt immer noch und die Klimaanlage geht nicht.


Der Zug qualmt. Ob das so gut ist?

Ein Fluß. Keine Ahnung welcher...
Ein Fluß. Keine Ahnung welcher...

Mit 1 Stunden Verspätung war dann endlich Ankunft in Passau [neues Fenster]. Nun noch den Zeltplatz finden. Das gestaltete sich auch als schwieriger als gedacht. Erstmal gilt es, den Standort herauszufinden. Gar nicht so einfach, denn in Passau fließen Inn [neues Fenster] und Ilz in die Donau [neues Fenster]. Man ist immer am Fluß, weiß aber nicht an welchem. Ich mußte zum Ilz, dort war der wunderschöne Campingplatz [neues Fenster] gelegen, gut versteckt. Eine weite Wiese zwischen Wald und Fluß, mit wenig Betrieb. Ich bin zum Abkühlen ein wenig im eiskalten Fluß baden gegangen.

Feinster Rasen, direkt am Wasser, nette Nachbarn. Was will man mehr?
Feinster Rasen, direkt am Wasser, nette Nachbarn. Was will man mehr?

Ich habe mich mit einer kanadischen Studentin unterhalten, die eine Radtour von Prag über Wien macht und noch nach Italien und Griechenland weiterfahren will.

Als es dunkler und kühler wurde, bin ich in mein Zelt gekrochen und habe versucht zu schlafen. Das ging mehr schlecht als recht: am Anfang war es eiskalt und am nächsten Morgen war es knallheiß. Doch wie heißt es: die erste Nacht ist immer die schwerste.

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Stand: 16.07.2002Kontakt – (c) Inhalt & Konzeption: Arne Pottharst 1996-2018 – Nutzungsbedingungen