Donau-Radtour: von Passau nach Wien

18.06. bis 25.06.2002

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6. Tag: 24.06.2002, Montag (39,54 km, 2:06:17 h)
Wien II

Dank der Tatsache... ach nein, das war gestern schon. Also kurz: es war kühl am Morgen und ich habe lange geschlafen.

Die erste Aktion des Tages war das Besorgen einer Fahrkarte, also auf zum nahegelegenen Bahnhof. Die beiden Stuttgarter waren schon da, sie wollten für morgen auch eine Karte lösen. Nach mehreren Computerabstürzen und eine viertel Stunde später waren sie fertig, ich kam an die Reihe.

Nach noch mehr Computerabstürzen, nervenden Menschen in der Schlange hinter mir (es gab nur einen Schalter), mehreren Telefonaten, Bücherwälzen und Flüchen des Schalterbeamten habe ich dann endlich eine Zugverbindung erstanden. Leider nicht die, die ich wollte, mit dem InterRegio [neues Fenster] von Wien nach Frankfurt, sondern nur eine Fahrt mit dem Bummelzug nach Passau mit dortigem Umsteigen in den IR nach Frankfurt, da von Wien an alles ausgebucht war. Und außerdem nicht zu der Uhrzeit, die ich gerne gehabt hätte, sondern erst zwei Stunden später, was eine Ankunft um Mitternacht zu Hause bedeutete. Immerhin mußte ich nicht erst bis nach Wien fahren zum Einsteigen sondern konnte direkt "vor der Tür" losfahren, was wiederum einen zwei Stunden längeren Schlaf bedeutete...

Wiener Ortsschild.

Frisch und munter ging's dann mit dem Radl nach Wien hinein, wie gestern schon. Heute führte mich der erste Weg allerdings direkt zu einer Buchhandlung, wo ich mir eine vorteilhafte Stadtkarte von Wien zulegte. So etwas erleichtert die Orientierung im Großstadtdschungel ungemein!

Gefrühstückt habe ich bei McDonald's [neues Fenster], sowas gibt's schließlich auch in Wien [neues Fenster]. Gestärkt suchte ich mit Hilfe des Stadtplanes die Sehenswürdigkeiten heraus und bin zur Hofburg geradelt. Ich habe dort die Schatzkammer besichtigt, die geistliche und die weltliche. Unglaubliche Mengen an Gold und Silber und Edelsteinen sind dort gesammelt. Auch Gewänder der Kaiser und Könige gab es zu sehen.


Wiener Ortsschild.

Die Hofburg.
Die Hofburg.

Anschließend gleich nach nebenan, in die Sonderausstellung "Der verbotene Blick - Erotisches aus zwei Jahrtausenden" [neues Fenster] im Prunksaal der Nationalbibliothek [neues Fenster]. War auch recht interessant, sowohl die Ausstellung als auch die Bibliothek ans sich.

Zu guter Letzt noch in das Kunsthistorische Museum Neue Burg [neues Fenster], das National- und Heimatmuseum. Es gab alte Ritterrüstungen und historische Instrumente als auch moderne Kunst und fremde Völker zu bestaunen. Zwei Stunden waren viel zu kurz, doch am Ende taten die Beine weh vom vielen Umherlaufen. Fahrrad hat eben den Vorteil, daß man sitzen kann. Aber da tut dann nach einer Zeit der Hintern weh...

Diesmal war die Heimfahrt um einiges organisierter, dank Stadtplan. Auf den letzten Metern fing es aber an zu winden, und zwar - wie sollte es anders sein - Gegenwind! Und was für einer!

Ein Einkaufsversuch bei Hofer [neues Fenster] scheiterte an den Öffnungszeiten (nur bis 18 Uhr geöffnet - da war ich noch im Museum!), also weitersuchen, um die Getränkevorräte aufzufrischen. Bei Billa [neues Fenster] wurde ich fündig, bis 19 Uhr wurden die Tore offengehalten, ich kam grade noch rechtzeitig. Nicht mehr rechtzeitig kam ich zum Zeltplatz, es fing nun an zu regnen und ich wurde naß. Und das am letzten Tag! Bäh!

Ich verkroch mich gleich in mein Zelt und kochte im Vorzelt regengeschützt einen Griesbrei nach der Formel: Wasser + Pulver + Kochen = fertig. Leider hatte ich überviel von der dritten Zutat hinzugetan, so daß aus kochen überkochen wurde. Hoffentlich merken die Ameisen nicht, daß es süßen Brei gibt...

Übergekochter Griesbrei im Vorzelt zieht Ameisen an.
Übergekochter Griesbrei im Vorzelt zieht Ameisen an.

Nachdem der Regen aufgehört hatte, krochen die Leute wieder aus Ihren Zelten, der Schweizer war noch da und wir unterhielten uns bis zum Einbruch der Dunkelheit, dann wurde es uns zu kalt.

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Stand: 16.07.2002Kontakt – (c) Inhalt & Konzeption: Arne Pottharst 1996-2018 – Nutzungsbedingungen